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GT/ET-Update: Göttingen und Northeim vorerst keine Modellkommunen, Hann. Münden und Einbeck erhalten Zuschlag

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
manchmal ist der Teufel ein Eichhörnchen. Oder ein Krokus. Oder eine Idee, die manche für vielversprechend halten: “Modellkommune” lautet das Stichwort. Seit der Bewerbung Göttingens und weiterer Städte in Niedersachsen um den Status als ebensolche diskutieren sich Befürworter und Kritiker die Köpfe heiß. Hann. Münden und Einbeck sind seit heute als Modellkommunen benannt. Und Göttingen? Eine Entscheidung darüber und auch darüber, ob Northeim Modellkommune wird, steht aus.
Wer dafür ist, sagt: Endlich wieder ein bisschen Normalität, wenn auch in engen Grenzen. Fragt man die Gegner der Öffnungsidee mit Testverpflichtung, verbirgt sich hinter der verlockenden Fassade der Freiheit, Cafés oder Kultureinrichtungen besuchen zu können, wenn der Schnelltest negativ ausfällt, aber vor allem eines: Die Erwartung einer nach oben zeigenden Inzidenzkurve.
Unser Autor Andreas Fuhrmann gehört zu den Gegnern: Er hält gar nichts von frühzeitigen Öffnungsbestrebungen. Als “brandgefährlich und unnötig” schätzt er das Unterfangen “Modellkommune” ein und argumentiert unter anderem mit steigenden Inzidenzwerten und dem nicht eben erfolgreichen “Modell Tübingen”. Kostprobe gefällig?
Das Modellprojekt wird nicht dazu führen, dass die Zahlen sinken. Bestenfalls steigen diese dadurch nicht noch stärker an als ohnehin schon. Anderenfalls aber würde das Modellprojekt schnell als Ursache allen Übels abgestempelt und auf Dauer diskreditiert werden – Wiederholung ausgeschlossen. Da hilft es wenig, wenn sich wegen der Maßgabe, die Lockerungsangebote nur mit negativem Corona-Test wahrnehmen zu dürfen, die Zahl der Tests erhöhen sollte. Das könnte man auch anders hinbekommen: mit besserer Aufklärung und leichterem Zugang.
Passend dazu hat das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation neue Erkenntnisse veröffentlicht. Tenor: Das soziale Leben kann mit steigender Zahl geimpfter Personen wieder an Fahrt aufnehmen – und zwar umso mehr, je besser das Infektionsgeschehen jetzt kontrolliert wird. Also: Füße still halten und doch zu Hause bleiben?
Nicht nötig. Rausgehen und frische Luft tanken geht ja auch im Lockdown, sogar in Gebieten mit Ausgangssperren. Im Augenblick könnte sich ein Abstecher in waldnahe Gebiete lohnen: Der Bärlauch steht! Was man beim Pflücken beachten muss und was besser nicht versehentlich auf den Teller gehört, lesen Sie hier.
Manchmal ist der Teufel nämlich ein Maiglöckchen. A propos: Gefahren können leider auch im eigenen Garten lauern. Eltern wissen, wie schnell es gehen kann, dass ein Kind beim Eiersuchen in den Mund steckt, was es findet: Blätter und Blüten inklusive. Wie gefährlich ist das? Unsere Reporterin Britta Bielefeld hat beim Giftinformationszentrum in Göttingen nachgefragt - und beruhigende Infos für besorgte Eltern.
Komplett ungefährlich dürfte eine Beschäftigung im Kreise der Familie sein, die wir Ihnen heute ans Herz legen möchten: “Kameltaufe”. Kein Brettspiel und auch keines für die Konsole, sondern ein Strategiespiel ganz ohne Hilfsmittel. Die Regeln: Sie überlegen sich den Namen, den ein unglaublich süßes Kamel in Hardegsen zukünftig tragen soll - und gewinnen ein “Meet and Greet” mit Farm-Besitzer Heiko Bock und dem Jungtier. Zusätzlich winken Teilnehmern kostenlose E-Paper-Proben des Tageblattes. Abstimmen ist noch während des gesamten Osterwochenendes möglich.
Herzliche Grüße
Ihre
Nadine Eckermann
Redakteurin

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